Leuchtturm sein: die Kunst der Selbstregulation

Selbstregulation ist ein zentrales Thema, wenn wir klar, würdevoll und gleichzeitig wohlwollend mit anderen in Kontakt gehen wollen. Also ein Thema, dass alles andere ist als nur mal so nebenbei. Sie hilft uns, um in krisenhaften Situationen schneller runterzukommen, uns zu sammeln und danach wieder klar für andere da zu sein. Ruhige Pausen, Durchatmen, Wasser trinken, kurz auf Toilette gehen – all das gehört zum Beispiel dazu.

Der Trick dabei ist, dass eine gute Selbstregulation eine positive Wirkung auf unser Gegenüber hat. Außerdem bleiben wir mehr bei uns, spüren unsere Körpersignale besser und können schneller und stimmiger darauf eingehen. So bleiben wir mit unserem Verhalten nicht hinter unserer Haltung und unseren Werten zurück. Eine gute Selbstregulation ist in bestimmten Rollen, sogar eine sehr wichtige Aufgabe: das gilt für Eltern, Führungskräfte, Anleitende, Supervisorinnen und Supervisoren, genauso wie für Beratende und Therapeutinnen und Therapeuten.

Der Leuchtturm steht für dafür als Sinnbild. Wir sind stabil, zuverlässig, sicher für andere. So sind wir im besten Sinne, ganz verantwortungsbewusst, für andere eine Orientierungsperson. Diese Kompetenz können wir natürlich üben. Das passiert zum Beispiel durch Ausgleich im Alltag und Selbstreflexion (In welcher Situation habe ich wie gehandelt, bin ich zufrieden damit, was kann ich ein nächstes Mal anders machen?).

Und manchmal klappt das mit der Selbstregulation nicht auf Anhieb. Wenn wir selbst unsicher werden, in ein inneres Erleben, wie Stress und Wut, rutschen, dann dürfen wir pausieren, atmen, Abstand gewinnen und erst später erneut ansetzen. Lieber in einem kontrollierten Zustand agieren, als kopflos drauflos machen. „Ich komme darauf zurück.“ kann ein passender Pausesatz sein. Und dann erstmal durchatmen…

PS: Das Bild ist zwar KI generiert, der Text jedoch meine ehrliche Hand- und Kopfarbeit!